Auszug - Beschäftigung einer/eines Schulsozialarbeiterin/Schulsozialarbeiters in der Grundschule Münsterdorf  

Sitzung des Finanzausschusses der Gemeinde Münsterdorf
TOP: Ö 6
Gremium: Finanzausschuss der Gemeinde Münsterdorf Beschlussart:
Datum: Mo, 17.09.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 21:25 Anlass: Sitzung
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll

Vorsitzender Schümann bedankt sich beim Kreisjugendpfleger Herrn Rönnau für seine Teilnahme an der heutigen Sitzung.

Herr Rönnau wird gebeten, zum Thema Schulsozialarbeit zu berichten.

Fast alle Schulen (auch Grundschulen) im Kreisgebiet haben einen Schulsozialarbeiter.

Die Schulsozialarbeit grenzt sich wesentlich von der Arbeit der Schulassistenz ab.

hrend in der Schulassistenz hauptsächlich Erzieher /-innen tätig sind, sind es in der Schulsozialarbeit hauptsächlich Diplom -Sozialpädagogen. Schulsozialarbeit soll ein Bindeglied zwischen Schülern, Eltern und Lehrern sein. In Konfliktsituationen soll vermittelt und gemeinsamesungen gefunden werden. Kommunikation ist hier ein Schlüsselthema.

Schulsozialarbeit kann präventiv wirken. Wöchentlich 1-2 Stunden „soziales Training“ kann dazu beitragen, das soziale Verhalten deutlich zu verbessern.

Auch das Thema Kinderschutz wird auf die Schulen zukommen. Handelt es sich beispielsweise bei einem Kind mit Verletzungen um „normale“ Verletzungen vom Spielen oder vielleicht um elterliche Gewalt? Wie kann und muss eine Schule mit gewissen Hinweisen umgehen?

Ein weiterer Aspekt ist das Thema regelmäßiger Schulbesuch. Es wird in der Schulsozialarbeit versucht, über Kommunikation und Motivation eine Zusammenarbeit mit den Eltern zu fördern und eben nicht als ersten Schritt das Jugendamt einzuschalten.

 

Frau Endraß berichtet hierzu aus der Schulpraxis. An der Grundschule handelt es sich bisher eher um Raufereien, Meinungsverschiedenheiten und Handgemenge.

Die Lehrkräfte können nicht leisten, was Schulsozialarbeit bewirken kann. Die Schule ist ihrer Meinung nach auf eine Schulsozialarbeit angewiesen, weil bei Konflikten, Telefonaten, Elterngespräche usw. die Arbeit eines Profis gefragt ist. Dieser wäre zudem auch ein Berater des Kollegiums. Ein Schulsozialarbeiter unterliegt der Schweigepflicht und hat keinen Bewertungsmaßstab eines Schülers im Kopf, wie es ein Lehrer hätte.

 

Herr Schümann stellt die Frage, ob es bei dem Bewerber der Stelle um eine Person aus dem Dorf handeln kann oder ob ein externer Bewerber besser ist. Herr Rönnau beantwortet diese Frage zunächst damit, dass die Qualifikation des Bewerbers ausschlaggebend sein sollte. Frau Endraß ist der Meinung, dass eine externe Person eine gewisse Distanz schafft, die die Arbeit erleichtern kann. Frau Ziegler ist ebenfalls dieser Ansicht. Persönliche Beziehungen würden die Arbeit der Schulsozialarbeit nur erschweren.

 

Herr Pokriefke möchte gern wissen, wie viele Stunden in der Praxis angebracht wären.

Dazu teilt Herr Rönnau mit, dass innerhalb des Amtsbezirkes Breitenburg die Stundenanzahl eher gering ist. Er berichtet von einer halben Stelle pro 150 Schüler.

 

Die Anzahl der Stunden hängt natürlich eng mit dem Aufgabengebiet zusammen. Schulsozialarbeit benötigt aber eine kontinuierliche Präsenz in den Schulen.

Frau Endraß hat 10 Stunden pro Woche beantragt- diese Stundenanzahl liegt dicht am rechnerischen Ergebnis der Formel von Herrn Rönnau (ca. 13 Stunden).

 

Vorsitzender Schümann stellt fest, dass zum Thema Ausschreibung dieser Stelle bisher noch nichts unternommen wurde. Es stellt sich die Frage, ob die Gemeinde die Stelle ausschreibt oder ob dieses Verfahren über den Förderverein laufen sollte.

 

Bislang gibt es auch keine Gespräche mit anderen Schulen, ob man den / die Schulsozialarbeiter /in teilen sollte. Frau Endraßnnte sich durchaus eine Teilung vorstellen, es müsste jedoch eine kontinuierliche Präsenz (z.B. jeder 2.Tag) an der Schule gewährleistet sein.

 

Herr Schümann stellt den Antrag, die Stelle von der Gemeinde ab dem 01.01.2019ffentliche Mittel werden erst ab 2019 bewilligt) auszuschreiben und die haushaltsmäßige Veranschlagung mit einem Saldo von 4.000 Euro im Haushalt 2019 einzuplanen.

Beschluss

Beschluss:

Der Finanzausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung die Stelle eines Schulsozialarbeiters zum 01.01.2019 auszuschreiben. Die haushaltsmäßige Veranschlagung ist mit einem Saldo von 4.000 Euro im Haushalt 2019 einzuplanen. Zudem ist eine Stelle im gemeindlichen Stellenplan vorzusehen.

Abstimmungsergebnis

Abstimmungsergebnis:

Einstimmig dafür