Auszug - Sanierung und Erweiterung Grundschule Münsterdorf  

Sitzung der Gemeindevertretung Münsterdorf
TOP: Ö 8
Gremium: Gemeindevertretung Münsterdorf Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Di, 16.07.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 21:15 Anlass: Sitzung
VO/064/2019/Müdo Sanierung und Erweiterung Grundschule Münsterdorf
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:3 - Bauamt   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll

rgermeister Unganz erläutert anhand seiner Präsentation die damalige Zusammenstellung diverser Maßnahmen auf dem Grundschulgelände:

 

Kosten Brandschutz:

ren   15.000,-

Brandschutzmeldeanlage    54.000,-

   69.000,-  €

Heizungsanlage   35.000,-

WC Anlage 120.000,-

Sanierung Außenwände     4.000,-

Erweiterung 813.960,-

1.041.960  €

 

Die Gesamtsumme des Sanierungsbedarfs belief sich zu diesem Zeitpunkt auf rund 1 Mio. Euro.

Da das Förderprogramm überzeichnet war, wurde die Förderquote von 50 % auf 30 % herabgesenkt.

Die WC-Anlagen-Sanierung konnte durch ein anderes Förderprogramm mit einer Summe von 80.000 € gefördert werden.

Auf Nachfrage berichtet Bürgermeister Unganz, dass bei dieser Maßnahme ca. 35.000,- € eingespart werden konnten. Dies nimmt die Gemeindevertretung wohlwollend zur Kenntnis.

 

Die Anbauplanung wurde im Vorwege mit dem Lehrerkollegium beraten und der beauftragte Architekt, Herr Braker, hat zwei Varianten und entsprechende Kostenschätzungen ausgearbeitet. Diese liegt der Gemeindevertretung heute vor.

rgermeister Unganz präsentiert hierzu die von Herrn Braker erstellten 3D-Ansichten des Schulhofs.

Herr Olandt erkundigt sich, ob in der Kostenschätzung auch die entsprechende Brandmeldeanlage enthalten ist. Dies wird von Herrn Braker verneint. Die Brandmeldeanlage stellt eine eigene Maßnahme dar, die den Brandschutzmaßnahmen zugeordnet ist.

In der Kostenschätzung ist wiederum der Bau einer neuen Heizungsanlage enthalten, die in der VHS installiert werden soll. Die jetzige Heizungsanlage der Schule rde einen weiteren Anbau nicht mehr ausreichend versorgen nnen. Die neue Heizungsanlage wäre für die Versorgung aller Gebäude auf dem Schulgelände ausgelegt.

 

Die geschätzten Kosten sind für alle Gemeindevertreter in Anbetracht der finanziellen Lage der Gemeinde zu hoch. Gleichwohl haben die Fraktionen das Schulgebäude kürzlich besichtigt und man ist sich einig, dass für die Raumsituation des Sekretariats und des Lehrerzimmers dringend Abhilfe geschaffen werden muss. Der jetzige Zustand ist nicht länger tragbar.

 

Herr Grell möchte, dass eine Lösung für eine bessere Raumauslastung zusammen mit dem Lehrerkollegium ausgearbeitet wird.

Derzeit sind sämtliche Kapazitäten ausgeschöpft, weshalb bereits der ehemalige TopKauf als Möbellager genutzt wird.

 

Um die Raumsituation zu verbessern, muss ein Klassenraum im Obergeschoss wegfallen und ein Umbau der Teeküche, des Rektorenbüros, des Sekretariats und der WC-Anlagen erfolgen.

Der Wegfall eines Klassenraumes stellt die Grundschule vor neue organisatorische Herausforderungen, da aufgrund der Klassengrößen oftmals versucht wird, die Klassen zu teilen.

 

rgermeister Unganz bittet an dieser Stelle Frau König um eine Schilderung aus Sicht des Lehrerkollegiums.

Frau König führt aus, dass insbesondere die Unterbringung des Sekretariats in ihren Augen Priorität haben sollte. Des Weiteren berichtet sie, dass die Klassengrößen und die Anzahl der Kinder, die eine intensivere Betreuung im Schulalltag benötigen, stetig steigt. Im kommenden Schuljahr startet die 1. Klasse mit 27 Kindern, von denen 3 Kinder eine Schulbegleitung benötigen.

Auch das Lehrerpersonal hat sich aufgrund der Teilzeitkräfte mehr als verdoppelt. Hinzu kommen die externen unterstützenden Kräfte.

Der Unterricht leidet aufgrund der hohen Klassenstärke und dem Raummangel, der kaum Individualbeschäftigung ermöglicht. So musste die Lernwerkstatt, die eigentlich einen eigenen Raum benötigt, in der Ecke eines Klassenzimmers untergebracht werden. Platzbedingt kann diese eigentlich nicht mehr genutzt werden.

Auch weitere heute gängige Bildungsprogramme können in den Unterrichts- und Gruppenräumen leider nicht angeboten werden.

Frau König hat Verständnis für die finanzielle Lage der Gemeinde, bekräftigt aber abschließend, dass das Limit der räumlichen Kapazitäten der Schule erreicht ist.

 

Herr Schümann zählt die jetzigen unterrichtsgeeigneten Räume durch:

4 Klassen- und Gruppenräume im Hauptgebäude, ein Raum durch den ersten Anbau und 1,5 Räume durch den Multifunktionsraum. Frau König gibt zu bedenken, dass der Werkraum aus einer Vielzahl an Gründen nur von einer halben Klassestärke genutzt werden kann.

Die Umnutzung eines Klassenzimmers für die Umbaumaßnahmen im Obergeschoss würde die Klassenräume auf 4,5 Räume verringern.

Hinsichtlich der Raumauslastung schließt sich eine intensive Aussprache an. Die ursprüngliche Anbauidee zielte auf die Verbesserung aller Personalräume ab. Die nun vorliegenden Kosten sind der Gemeindevertretung in Anbetracht des ursprünglichen Zieles zu hoch. In der Kostenschätzung entfallen auf den Umbau im Bestand rund 120.000 €. Hierin enthalten sind anteilige Kosten für die Heizungsanlage und Kosten für Arbeiten im Erdgeschoss, um den neuen Raum anzubauen.

Außerdem würde sich die Summe erheblich verringern, wenn kein Laubengang als Gebäudeverbindung hergestellt werden würde.

rgermeister Unganz führt aus, dass die Förderung an eine Mindestinvestitionssumme von 250.000,- € gebunden ist. Maßnahmen unterhalb diesen Wertes werden nicht mehr gefördert.

 

Herr Mayer erkundigt sich bei Frau König, wie oft der Multifunktionsraum in der Woche genutzt wird und welche Fächer die Lernwerkstatt abdeckt. Des Weiteren fragt er, ob es denkbar wäre, die Lernwerkstatt im Multifunktionsraum aufzubauen. Frau König berichtet, dass der Multifunktionsraum täglich ca. 2 Stunden für unterschiedlichen Fachunterricht belegt ist. Die Lernwerkstatt decktmtliche Unterrichtsfächer ab und nnte grundsätzlich im Multifunktionsraum betrieben werden. Für den Musikunterricht wäre der Platz im Multifunktionsraum dann jedoch nicht mehr ausreichend gegeben.

 

Herr Schümann fasst die Situation zusammen: Der Anbau wird aufgrund der Kostenprognose von allen Fraktionen abgelehnt. Aus diesem Grund wird die Mindestinvestitionssumme für denrdermittelantrag nicht erreicht werden.

Der Umbau im Obergeschoss der Schule soll jedoch umgesetzt werden, um die beengte Raumsituation zu verbessern. Die Erneuerung der Heizungsanlage entfällt.

In enger Absprache mit dem Lehrerkollegium muss die Unterrichtsraumauslastung optimiert werden. Die Gemeinde ist gerne bereit, entsprechende Mittel in neues Mobiliar oder andere Ideen, die dem Platzmangel entgegenwirken, zu investieren.

Mit Blick auf das Ortsentwicklungskonzept (OEK), das die Gemeinde anstrebt, soll der Schulanbau weiterhin berücksichtigt werden. Projekte, die im OEK niedergeschrieben werden, können erneut für Förderprogramme mit einer Quote von bis zu 75 % angemeldet werden.

 

Über die Summe der Einzelmaßnahmen schließt sich eine Diskussion an, weil je nach Umfang des Umbaus im Obergeschoss, den Brandschutzmaßnahmen und einer neuen Heizungsanlage die Mindestinvestitionssumme erreicht werden könnte. Herr Braker und Frau Schuh prognostizieren, dass der Umbau im Obergeschoss alleine nicht die Summe der vorliegenden Kostenschätzung erreichen wird.

 

Herr Mayer regt an, über die Gründung eines Schulverbandes mit der Gemeinde Dägeling nachzudenken. Ca. ein Viertel der Schulkinder kommen aus der Nachbargemeinde. Seinen Recherchen nach ist die Gemeinde Dägeling derzeit in keinem Schulverband Mitglied.

rgermeister Unganz berichtet hierzu, dass er dieses Thema bereits mit dem Kämmerer, Herrn Hatje, beraten hat. In Schleswig-Holstein gilt im Rahmen der Schulkostenbeiträge ein einheitlicher Pauschalsatz in Höhe von 325,- € pro Kind, der unabhängig davon, ob Investitionen getätigt wurden oder nicht, in den Schulkostenbeitrag einfließt. Eine Entscheidung wie die heutige hätte bei einem bestehenden Schulverband daher keinerlei Auswirkungen.

 

Nachdem keine weiteren Wortbeiträge vorliegen, ergeht die nachfolgende Beschlussfassung.

Beschluss

Beschluss:

Die Sanierungsmaßnahmen im Bestandsgebäude (Obergeschoss) werden durchgeführt. r die Planung der Maßnahmen wird zusammen mit dem Lehrerkollegium eine Raumplanung für das Obergeschoss erstellt. r die Maßnahme wird keinrdermittelantrag gestellt. Der Bürgermeister wird ermächtigt, den Architekt und die Ingenieure, je nach Maßnahmenfortschritt, mit den entsprechenden Leistungsphasen zu beauftragen.

Abstimmungsergebnis

Abstimmungsergebnis: einstimmig dafür