Auszug - Holzbockbefall im VHS-Gebäude - Sachstand und weitere Vorgehensweise -  

Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Münsterdorf
TOP: Ö 12
Gremium: Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Münsterdorf Beschlussart:
Datum: Mi, 13.11.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 22:05 Anlass: Sitzung
Raum: Mehrweckraum der Grundschule
Ort: Kirchenstraße 7, 25587 Münsterdorf
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll

Vor Beginn der Sitzung fand eine Begehung der VHS statt.

Vorsitzender Grell erläutert den Sachverhalt.

Im August 2018 wurde beim Umbau der VHS-Küche ein Holzbockbefall im Dachstuhl festgestellt. Bei den vorherigen Arbeiten am Dachstuhl im Herbst 2017 war dies leider nicht der Fall. Der Befall muss schnellstmöglich behandelt werden. Da bei einer Behandlung in die Statik der tragenden Bauteile eingegriffen wird, muss auch ein Statiker bei dieser Maßnahme hinzugezogen werden. Zusätzlich sollte auch die Dämmung in diesem Zuge erneuert werden.

Im Bau- und Umweltsauschuss wurde am 27.08.2018 folgender Beschluss gefasst:

r die Hausbockbehandlung und Beseitigung wird durch die Amtsverwaltung ein Vergabeverfahren durchgeführt. Der Bürgermeister wird ermächtigt, dem wirtschaftlichsten Anbieter den Auftrag zu erteilen. Zusätzlich ist ein Statiker in die Maßnahme mit einzubinden.

 

Bei einem weiteren Ortstermin mit einem Schädlingsbekämpfer in der VHS am 14.10.2019 wurde festgestellt, dass der Dachstuhl wesentlich stärker geschädigt ist, als angenommen. Teilweise müssen Sparren und Zangen ausgetauscht oder verstärkt werden. Zudem kann nur der sichtbare Teil des Dachstuhls behandelt werden. Der Rest ist höchstwahrscheinlich auch von Schädlingen befallen. Um das betroffene Holz zu untersuchen, müssen die Dachpfannen entfernt werden. Daher ist eine Kompletterneuerung des Daches in Erwägung zu ziehen.

Vorsitzender Grell schlägt drei Alternativen vor:

  1. Reparatur bzw. Austausch der stark befallenden Sparren und Zangen
  2. Eine Kompletterneuerung des Dachstuhls inklusive Obergeschoss
  3. Abriss und Neubau des VHS

 

Die 2. Alternative kommt r Vorsitzenden Grell nicht in Frage, da die Kosten ins unermessliche steigen könnten: Dachpfannen, Isolierung, neuer Ausbau des Obergeschosses inkl. Strom- und Wasserversorgung.

Außerdem könnte der Holzfußboden im Obergeschoss ebenfalls von Schädlingen befallen sein.

Zusätzlich steht noch die Sanierung der Kellerwände an, die ebenfalls Feuchtigkeitsschäden aufweisen. Die Heizungsanlage sowie die Fensterssten in diesem Zuge ebenfalls betrachtet werden.

Einige Maßnahmen sind zwingend baugenehmigungspflichtig und diesnnte dazu führen, dass der Bestandsschutz, der im Erdgeschoss noch gilt, ebenfalls verfällt.

Aus den vorgenannten Gründen favorisiert Vorsitzender Grell den Abriss und Neubau.

Sollte die Gemeinde diesen Vorschlag weiterverfolgen, muss die Auftragsvergabe für die Fluchttreppe gestoppt werden, um nicht noch zusätzliche Kosten zu verursachen. Frau Schuh wird überprüfen, ob die Ausschreibungsunterlagen bereits verschickt wurden.

 

Vorsitzender Grell regt außerdem an, die VHS kurzfristig als Projekt im OEK aufzunehmen.

Diesbezüglich hat Herr Prüß von der Aktivregion bestätigt, dass Maßnahmen an der VHS grundsätzlich als förderfähig eingestuft werden nnen.

Beschluss

Beschluss:

Die Standsicherheit des VHS-Gebäudes ist umgehend zu prüfen. Hierfür wird einer überplanmäßigen Ausgabe zugestimmt.

Etwaige daraus resultierende Maßnahmen sind vom Bürgermeister einzuleiten.

Die Ausschreibung der Fluchttreppe wird umgehend gestoppt.

r die notwendigen baulichen Maßnahmen sind grobe Kostenschätzungen einzuholen. Gleichermaßen sind die Kosten für einen Abriss und Neubau des VHS-Gebäudes zu ermitteln. Die Haushaltsmittel für die sich anschließende Maßnahme sind im Haushalt/Nachtragshaushalt einzuplanen.

Die VHS wird als Projekt mit in das Ortsentwicklungskonzept aufgenommen.

Abstimmungsergebnis

Abstimmungsergebnis: 6 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung