Auszug - Erweiterung Kindergarten - Sachstand -  

Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Münsterdorf
TOP: Ö 9
Gremium: Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Münsterdorf Beschlussart:
Datum: Mi, 19.02.2020 Status: öffentlich
Zeit: 19:30 - 21:05 Anlass: Sitzung
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll

Herr Grell zeigt den aktuellen Erweiterungsentwurf gem. der angehängten Präsentation und verliest das Folgende:

 

Die bestehende Kindertagesstätte Münsterdorf soll um zwei Elementargruppen und eine Krippengruppe mit den entsprechenden Nebenräumen vergrößert werden. Dies soll durch einen eingeschossigen Anbau an das bestehende Gebäude in Richtung Norden erfolgen. Das Grundstück wird im Zuge des Neubaus in Richtung Westen erweitert, um einen Ersatz für den nun überbauten Außenspielbereich zu schaffen. Dafür wird die Gartenstraße als Verbindungsstraße zwischen Fasanenweg und Rungenberg zur Kita-Fche. Das Bestandsgebäude und die Erweiterung werden zukünftig über einen Gang miteinander verbunden.

 

Das Bodengutachten ist an die Fa. GBU Gesellschaft für Baugrunduntersuchung und Umweltschutz GmbH vergeben worden. Ein Fachingenieur für die Technische Gebäudeausstattung (Heizung, Sanitär und Elektro) ist beauftragt und zwar die ltzehoer Technik-Planung GmbH. r die Statik und Energieberatung ist die Fa. Posse & Götze beauftragt worden. Das Brandschutzkonzept soll Herr Börner erstellen.

 

Die Planung des Außenspielbereiches, der außenliegenden Entwässerung sowie der Straßenbauarbeiten müssen noch geklärt werden. Die Bauantragsunterlagen werden von Herrn Braker zusammengestellt. Es fehlt aber noch die Kostenberechnung sowie die Bebauungsplanänderung. Den Förderantrag stellt Herr Hatje.

Die Baukosten steigen zurzeit aufgrund der Wirtschaftslage in der Bauindustrie ständig an.

 

Im südlichen Außenbereich gibt es ein 3m breites Tor für die Zufahrt von Wartungsfahrzeugen und eine normale Eingangspforte. Im nördlichen Bereich wird es eine Pforte als Flucht- und

Rettungsweg zum Sammelplatz am Wendehammer Kirchfeld geben. Außerdem werden im nördlichen Bereich 9 Parkplätze sowie im südlichen Bereich 7 Parkplätze und ein Behindertenparkplatz bereitgestellt. Dazu kommt noch eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder.

 

Die vorhandene 2m hohe Akustikwand wird in Richtung Norden bis zur Grundstücksgrenze verlängert. Die Hälfte des Straßenasphalts im nördlichen Bereich wird entfernt und durch eine Grünfläche ersetzt. Auf dem südlichen Teil soll Asphalt erhalten und als Spielfläche genutzt werden. Der Asphalt muss auf Schadstoffe untersucht werden, da die Fläche zukünftig als Kindergartenaußenspielgelände genutzt werden soll.

 

2 Bäume im Bereich des vorgesehenen Schotterweges sowie im südlichen Teil der Parkplätze und 2 Bäume im Bereich des Baufeldes müssen entfernt werden. Im Zuge der Planung des Anbaus hat man festgestellt, dass die Schmutzwasserhauptleitung über das Kindergartengelände, unter dem geplanten Anbau, in die Gartenstraße verläuft. Eine Änderung der Planung ist nur schwer möglich. Die Schmutzwasserhauptleitung muss verlegt werden. Dazu müssen im nordöstlichen Teil zwei Bäume gefällt werden, da in diesem Bereich der vorhandene Schmutzwasserkanal gekappt und ein Schacht gesetzt wird. Dann verläuft die Leitung im Bereich der vorhandenen Hecke (welche entfernt wird) in Richtung Gartenstraße zwischen Trafo-Haus und Ecke Neubau Kindergarten.

 

Eine Fußbodenheizung über eine Luft-Wärmepumpe oder eine Erdwärmepumpe könnte als Heizung eingebaut werden. Die elektrische Versorgung der Anlage könnte über eine installierte Photovoltaikanlage gespeist werden. Das Gebäude erhält eine fast umlaufende Glasfront. Eine

Verschattung könnte im Sommer über die Installation von Sonnensegeln erzielt werden. Das Dach erhält eine Metallabdeckung aus Trapezblech, vorgesehen für eine Photovoltaikanlage.

r die Fassadenverkleidung könnte eine Metallfassade zum Einsatz kommen. Auf der Südseite des Daches könnten Photovoltaikelemente angeordnet werden. Als Fenster werden Holzfenster mit Aluminiumabdeckung bevorzugt. r die Konstruktion sollte überprüft werden, ob eine Bauweise mit Brettschichtplatten möglich ist. In diesem Fall könnte das Material an Wänden und Decken sichtbar bleiben.

An der nordwestlichen Gebäudeecke im Neubau haben wir Gegenüber dem Altbau einen Höhenunterschied von ca 1,50 m. Die umlaufende Terrasse wird mit einer Böschung dem Außenspielbereich angepasst.

 

Die Frage von Herrn Olandt, warum nur ein Eingang vorgesehen ist, beantwortet Herr Bgm. Unganz mit Sicherheitsaspekten.

 

Herr Pokriefke befürchtet, dass zu wenig Stellplätze zur Verfügung stehen werden. Diese Auffassung wird nicht geteilt. Zzt. sind 12 Plätze vorhanden, zukünftig werden es 16 Stück sein. Dies entspricht exakt dem derzeitigen Verhältnis zu der Anzahl der Mitarbeiterinnen und dem künftigen, welche um 4 Personen zunehmen wird. Herr Bgm. Unganz ergänzt, dass die Stellplätze von Jedermann zu nutzen sind. Eine Reservierung für den Kindergarten ist nicht vorgesehen. Auch nach Auskunft der Kindergartenleitung ist es bisher zu keinen Problemen dbzgl. gekommen. Die Stellplatznutzung durch die Kleingärtner erfolgt überwiegend in den Abendstunden oder am Wochenende. Damit gibt es keine Kollisionen mit dem Kindergartenbetrieb.

 

Herr Ackmann fragt, warum die Zugangspforte nicht mittig platziert wird. Herr Bgm. Unganz weist auf die bestehende Gehwegpflasterung hin, die weitestgehend erhalten bleiben soll. Das spart entsprechende Arbeiten und Kosten.

Herr Bgm. Unganz berichtet ferner über die Notwendigkeit zur Verlegung einer Hauptschmutzwasserleitung, die den Bereich des geplanten Anbaus quert. Diese Sachlage war bisher nicht bekannt. Die Verlegung wird auf dem Kindergartengrundstück erfolgen müssen, da in der benachbarten Straße kein Platz mehr zur Verfügung steht. Dort befinden sich bereits diverse andere Versorgungsleitungen, z.B. Gas und Strom. Die Leitungsverlegung wird Zusatzkosten in Höhe von rd. 35.000 Euro aufwerfen.

Ferner wird berichtet, dass die Fällgenehmigung für die ume heute eingegangen ist, die ansonsten die Leitungsverlegung behindern.

 

Herr Grell und Herr Bgm. Unganz veranschaulichen außerdem, dass die vorhandene Heizungskapazität nicht ausreicht, um den Anbau mit zu versorgen. Es wird eine zweite Anlage zu installieren sein.

Herr Grell berichtet von den neuesten Verkehrszählung in der Gartenstraße, die sich auf 240 Fahrzeuge pro Tag beläuft. Es hat auch eine Erfassung im Rungenberg stattgefunden. Diese Zahlen sind aber nicht plausibel und werden noch hinterfragt.