Auszug - Sachstandsbericht Solarpark Vorstellung der Planungen durch die Fa. Vattenfall  

Sitzung der Gemeindevertretung Auufer
TOP: Ö 4
Gremium: Gemeindevertretung Auufer Beschlussart:
Datum: Do, 30.07.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 21:22 Anlass: Sitzung
Raum: Feuerwehrgerätehaus Auufer/Wittenbergen
Ort: Mühlenstraße 5c, 25548 Wittenbergen
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Wortprotokoll

rgermeister Körner äert Kritik, dass die Gemeinde Auufer erst so spät über den geplanten Solarpark informiert wurde. Herr Möllenkamp erklärt, dass er in seiner Präsentation auf die Gründe her eingehen wird.

 

Herr Möllenkamp stellt den geplanten Solarpark in den Gemeinden Auufer und Wulfsmoor anhand einer Präsentation vor. Die Präsentation ist diesem Protokoll auszugsweise als Anlage beigefügt.

 

Im Anschluss an die Präsentation bittet Herr Möllenkamp um Fragen zu dem geplanten Projekt.

 

Ein Einwohner spricht die Einzäunung der Flächen an und möchte wissen, ob das Rehwild hierdurch beeinträchtigt wird. Herr Möllenkamp erläutert, dass die Flächen aus versicherungstechnischen Gründen eingezäunt werden müssen. Es sollen aber entsprechende Wildpassierwege vorgehalten werden.

 

Eine Einwohnerin fragt an, wie die Fa. Vattenfall auf dieses Areal gekommen ist. Herr Möllenkamp erklärt, dass das Areal aufgrund der Sonneneinstrahlung, der Ebenheit und des Abstandes zur Netzeinspeisung geeignet ist und daher ausgehlt wurde.

 

Auf Anfrage erläutert Herr Möllenkamp, dass die Bruttofläche zusammen mit der Gemeinde Wulfsmoor 82 ha beträgt. Die Fläche reduziert sich dann um die einzuhaltenden Abstandsflächen.

 

Der Abstand zum Moor wird angesprochen. Die Baufolgen sind aufgrund der nicht so schweren Gerätschaften nicht so groß, wie bei der Aufstellung von Windkraftanlagen. Die Auswirkungen auf das Grundwasser und die Moorflächen müssen natürlich minimiert werden, sofern sie nicht ganz verhindert werden können. Entsprechende Auflagen wird es im Genehmigungsverfahren geben.

 

Die Frage nach entsprechenden Ausgleichsflächen bei einer Bebauung von 82 ha wird dahingehend beantwortet, dass aufgrund der voreingestellten Abstandsflächen, einer nur ca. 8%igen Versiegelung der Flächen und vieler Freiräume nur mit geringen Ausgleichsflächen gerechnet wird.

 

Die Pflege der Zwischenflächen wird angesprochen. Die Flächen sollen möglichst extensiv genutzt und sich selbst überlassen werden. r die Pflege wird die Fa. Vattenfall sorgen.

 

Ein Einwohner erklärt, dass die Landwirtschaft schon schwer genug betrieben werden kann. Bei den im Raum stehenden Pachtpreisen für die Solarfchen, ähnlich wie bei den Flächen für die Biogasanlagen, kann der Landwirt nicht mehr mitbieten. Wie will die Fa. Vattenfall verhindern, dass sich das Dorf spaltet? Herr Möllenkamp erklärt, dass dies eine grundsätzliche Sache ist. Heute geht es nur um Informationen zu dem möglichen Projekt. Die Gemeinde muss dann entscheiden, ob sie sich so ein Projekt vorstellen kann. Herr Möllenkamp merkt an, dass nur 2% der Anbauflächen für die Biogasanlagen ausreichenrden, um mit Solar die gleiche Menge an Strom zu erzeugen. Es gibt unterschiedliche Gründe, die einen Landwirt veranlassen, seine Flächen für einen Solarpark zur Verfügung zu stellen. Entweder möchte er die Landwirtschaft aufgeben oder er möchte eine zusätzliche Einnahmequelle schaffen. Die Fa. Vattenfall kann der Gemeinde die Entscheidung nicht abnehmen und will das Dorf auf keinen Fall spalten.

 

Auf Anfrage erläutert Herr Möllenkamp, dass die Anlage 20 Jahre mit zweimaliger Option auf eine Verlängerung r jeweils 5 Jahre stehen bleiben soll. Im Anschluss daran wird die Anlage komplett von der Fa. Vattenfall zurückgebaut und die Flächen in ihren Ursprungszustand versetzt. Die Kosten für den Rückbau sind mit einkalkuliert.

 

Eine Einwohnerin berichtet, dass es für Solarfchen an Bahnschienen und Autobahnen Zuschüsse vom Bund gibt. Sie möchte wissen, warum die Flächen in Auufer und Wulfsmoor trotzdem so reizvoll für die Fa. Vattenfall sind. Herr Möllenkamp erläutert, dass die Flächen an Bahnschienen und Autobahnen sehr umkämpft sind. Hinzu kommt, dass die langen Streifen auf eine Breite von 110 Metern begrenzt sind. Nur mit diesen Flächen alleine ist die Energiewende nicht zu schaffen. Hinzu kommt, dass die Fa. Vattenfall dort bauen will, wo auch die Netze sind. Dieses ist an den Autobahnen nicht gewährleistet.

 

Herr Radloff äerst seine Sorge darüber, dass die Planungen nach dem Stand von heute schon von einer Fläche von 82 ha ausgehen. Vor 2 Monaten waren es nur 50 ha. Herr Radloff hat die Befürchtung, dass die Fläche noch größer werden könnte. Herr Möllenkamp erläutert, dass die Gemeinde Wulfsmoor hinzugekommen ist. Die Fläche für Auufer umfasst jetzt 60 ha.

 

Frau Widmann erklärt, dass die Fa. Vattenfall zunächst einmal nur den Wunsch zur Errichtung eines Solarparks äert. Ob, wann und wie dieser Wunsch umgesetzt werden kann, dass muss die Verwaltung zunächst einmal prüfen. Nach dieser Prüfung muss die Gemeindevertretung dann entscheiden, ob sie diesen Solarpark haben will. Ansonsten ist das Projekt gestorben. Da es sich um ein raumbedeutsames Vorhaben handelt, muss ein Flächennutzungsplan aufgestellt werden. Dabei müssen dann auch Alternativflächen über die Gemeindegrenze hinaus betrachtet werden. Es wird dann ein Gespräch mit Herrn Möllenkamp bezüglich der Übernahme der Kosten für die Planungen geben. Danach wird es dann eine Entscheidungsvorlage für die Gemeindevertretung geben. Der Zeitplan, den die Fa. Vattenfall vorgestellt hat, ist aber illusorisch. Für die Planungen werden mehrere Jahre benötigt. Frau Widmann weist darauf hin, dass es sich dann um öffentliche Planungen handelt, bei denen auch Privatpersonen Einwände erheben dürfen. Im Anschluss wird es dann einen Abwägungsprozess geben.

 

Auf die Frage nach den zu erwartenden Gewerbesteuernr die Gemeinde erläutert Herr Möllenkamp, dass die Gewerbesteuer fließt, sobald die Anlage einen Gewinn abwirft. Das kann nach einem Jahr oder zwei Jahren der Fall sein. Die Fa. Vattenfall gründet für diesen Zweck Tochterfirmen.

 

r evtl. Schäden an den Wegen kommt die Fa. Vattenfall auf. Herr Möllenkamp weist aber nochmal darauf hin, dass keine schweren Gerätschaften eingesetzt werden.

 

rgermeister Körner bedankt sich bei Herrn Möllenkamp, Herrn Piske und Herrn Rolf für die Informationen zum möglichen Solarpark und für die Beantwortung der Fragen.

 

Die Sitzung wird in der Zeit von 20.33 Uhr bis 20.45 Uhr unterbrochen.

Beschluss

 

Abstimmungsergebnis

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Präsentation Vattenfall_1 (5284 KB)