Auszug - Mitteilungen des Bürgermeisters  

Sitzung der Gemeindevertretung Moordiek
TOP: Ö 3
Gremium: Gemeindevertretung Moordiek Beschlussart:
Datum: Do, 15.10.2020 Status: öffentlich
Zeit: 19:30 - 21:53 Anlass: Sitzung
Raum: Gaststätte "Zum Spiecker"
Ort: Dorfstraße 2, 25597 Moordiek
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll
  1. In der letzten Sitzung am 02.12.2019 wurde vorgeschlagen, zu prüfen, ob bei der Sanierung des Damms die Stabilität und Haltbarkeit der Straße durch den Einbau einer Asphalteinlage verbessert werden kann.rgermeister Wittke hat daraufhin mit Herrn Reese vom WUV gesprochen und im Januar per Mail folgende Antwort erhalten:

 

In der Vergangenheit hat man von dem System des Einbaus der Asphalteinlage abgesehen. Zu große vertikale Bewegungen, die sich in Form von Rissen und Absackungen in der Oberfläche darstellen, bedingt aus einem geschädigten Oberbau und einem schlecht tragfähigen Unterbau / -grund (Torf/Moor) können damit nicht verhindert werden. Eine Asphaltbewehrung trägt hier nicht zur Erhöhung der Tragfähigkeit bei. Um die Wirksamkeit einer Asphalteinlage abzuschätzen, bedarf es nicht unerheblicher Vorarbeiten. Grundsätzlich ist bspw. eine genaue Untersuchung der Schadensursache erforderlich. Zuerst ist durch eine Untersuchung des Unterbaus der Straße sicherzustellen, dass die Schädigungen nicht aus einem nicht tragfähigen Untergrund herrühren. Diese Vorleistungen sind aufwändig und können durch den WUV nicht geleistet werden. Möchte die Gemeinde jedoch den Einbau einer Asphalteinlage zum Bestandteil der geplanten Maßnahme machen, sind alle Mehrkosten, die mit der Durchführung dieser Variante anfallen (Voruntersuchung, Einbau Asphalteinlage, 2-lagiger Asphalteinbau) von ihr zu tragen.

 

Die vom WUV am Damm vorgeschlagene Maßnahme ist für den ländlichen Wegebau eine bewährte und angemessene Lösung. Anschließend hat sich Bürgermeister Wittke mit Herrn Hölck beraten. Beide sind zu der Auffassung gekommen, dass die Gemeinde auf diese Maßnahme verzichtet, zumal 25.000,00 €r die Gemeinde sehr viel Geld ist. Weiter ist zu bedenken, dass es bei der nächsten Sanierung der Straße schwieriger und vermutlich auch teurer wird, weil die Straßendecke nicht vollständig abgetragen werden kann. Eventuell muss die Gewebematte auch noch wieder entsorgt werden.

 

Der Damm wurde jetzt neu asphaltiert und die Banketten wurden angefahren. Leider ist die Straße jetzt höher als vorher. rgermeister Wittke hat zusammen mit den Herren Dirklck, Hartmut Wulf, Jörg Pohlmann und Hans-Werner Dammann mit dem übrigen Asphaltrecycling an der Kreuzung zur Dorfstraße hinter dem Grundstück Dorfstraße 19“ und im Bereich der Wettern auf beiden Seiten die Bankette verbreitert.rgermeister Wittke bedankt sich für die Unterstützung.

 

  1. Bevor mit der Baumaßnahme am Damm begonnen wurde, hat Bürgermeister Wittke von den Eigentümern des Hauses am Damm (Hauptstraße 10) ein Schreiben erhalten. In dem Schreiben wurden Bedenken im Bezug auf die entstehenden Vibrationen beim Fräsen der alten Asphaltschicht und beim Einbringen des neuen Asphalts geäert, weil der moorige Untergrund die Vibrationen auf das Haus überträgt und daher befürchtet wird, dass Risse am Gebäude entstehen könnten. Die Bedenken bezogen sich ausschließlich auf den Stallanbau und nicht auf das Wohnhaus. Nach Rücksprache mit der Amtsverwaltung und Herrn Hölck hat sich Bürgermeister Wittke dann mit den Eigentümern darauf geeinigt, eine Bestandsaufnahme des Zustandes im Innern des Gebäudes zu machen. Ein amtlicher Sachverständiger sollte nicht beauftragt werden, um die Kosten gering zu halten. Es wurde sich darauf geeinigt, dass Herr Timo Mohr als unabhängige Person mit reichlich Fachwissen die Bestandsaufnahme durchführen sollte. Es wurden zahlreiche Fotos von den Wänden und Decken gemacht. Herr Wulf war als Zeuge von der Gemeindevertretung mit Bürgermeister Wittke bei diesem Termin anwesend. rgermeister Wittke hat ein Protokoll angefertigt und es zusammen mit den Fotos dem Bauamt und den Grundstückseigentümern gegeben. Die Grundstückseigentümer haben sich nach dem Abschluss der Baumaßnahme noch nicht gemeldet. Es muss noch ein Abschlussbericht gefertigt werden, der dann auch von den Grundstückseigentümern zu unterschreiben ist.

 

  1. Der TSV Breitenberg hat sich in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung das Einständnis geben lassen, die Planung und den Bau eines neuen Trainingsplatzes in einer Größe von 60 x 40 m hinter dem Feuerwehrgerätehaus durchzuführen. Der Trainingsplatz am Friedhof soll dann aufgegeben werden. Für beide Sportplätze ist eine Flutlichtanlage vorgesehen. Der Kostenvoranschlag für die gesamte Maßnahme liegt etwa bei

250.000,00 . Davon werden 200.000,00 aus verschiedenen Bereichen gefördert, so dass eine Restsumme von 50.000,00 € beim Verein bleibt, der wohl aus den Rücklagen gezahlt werden kann.

 

  1. rgermeister Wittke berichtet aus dem Schulverband Kellinghusen. Der Schulwald wurde im Frühjahr gerodet. Für den Abriss des Oberstufengebäudes und die Neubaumaßnahmen wurde von der Luisenberger Straße aus eine Baustraße errichtet. Zur Zeit wird das Oberstufengebäude abgerissen. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Frau Schuh begleitet von Seiten des Schulverbandes als Bautechnikerin alle Maßnahmen zur Unterstützung des Verbandsvorstehers. r die Baumaßnahme stehen Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 32 Millionen Euro zur Verfügung. Frau Schuh hat mitgeteilt, dass bisher Aufträge in einer Höhe von 7,8 Millionen Euro ausgeschrieben und tatsächlich dann die Aufträge in Höhe von 8 Millionen Euro beauftragt wurden.

 

Im Rahmen eines Projektaufrufs des Bundesprogramms zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur hat der Schulverband die Stadt Kellinghusen als Antragsteller damit beauftragt, r die Sanierung der vorhandenen Sporthalle und den Neubau einer sogenannten Kalthalle die Förderung zu beantragen. Es können nur Kommunen Geld aus den Fördertopf bekommen. Es ist aber erlaubt, den Antrag stellvertretend für den Zweckverband als Schulträger zu stellen. In diesem Programm werden Kommunen mit einer von der Kommunalaufsicht bescheinigten Haushaltsnotlage bis zu 90% gefördert. Dies trifft auf die Stadt Kellinghusen zu. Es wurde beschlossen, Gelder zur Verfügung zu stellen, damit ein Archtekturbüro den Förderantrag mit einer Projektskizze ausarbeitet und bis zum 30.10.2020 einreicht. Im Frühjahr 2021 wird dann entschieden, welche Projekte gefördert werden. Dann muss zeitnah der Förderantrag mit den notwendigen Planungsunterlagen eingereicht werden. Hierfür sind dann genaue Planzeichnungen, Kosten usw. erforderlich. Diese Planungen sollen jetzt schon parallel zur Auswahl der Förderprojekte laufen, damit dann im Frühjahr möglichst zügig die Planungsunterlagen eingereicht werden können. Es wurde beschlossen, nach der Mitteilung, ob das Projekt gefördert wird, über das weitere Vorgehen neu zu beraten.