Vorlage - VO/029/2018/Müdo  

Betreff: Einführung einer Budgetierung im Haushaltsplan
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:4 - Amt für Finanzen   
Beratungsfolge:
Finanzausschuss der Gemeinde Münsterdorf Vorberatung
17.09.2018 
Sitzung des Finanzausschusses der Gemeinde Münsterdorf ungeändert beschlossen   
Gemeindevertretung Münsterdorf Entscheidung
27.09.2018 
Sitzung der Gemeindevertretung Münsterdorf ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

Die Gemeindevertretung beschließt, im Haushaltsplan der Gemeinde Münsterdorf eine Budgetierung einzuführen. Die haushaltsrechtlichen Vorgaben sind in der 1. Nachtragshaushaltssatzung 2018 aufzunehmen.

 

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Sachverhalt:

Die Amtsverwaltung setzt seit dem 01.01.2018 ein neues Buchhaltungsprogramm ein. Die Haushaltsmittelprüfung erfolgt bei diesem Programm auf einer Budgetebene. Das bisher eingesetzte Programm prüfte die zur Verfügung stehenden Mittel je Produktsachkonto.

 

Gem. § 20 GemHVO-Doppik können die Erträge und Aufwendungen bzw. Einzahlungen und Auszahlungen für Investitionen eines Teilplanes, im Haushaltsplan Kostenstelle genannt, zu einem Budget verbunden werden. Innerhalb der Budgets sind die Aufwendungen bzw. Auszahlungen gegenseitig deckungsfähig, so dass die Einzelansätze voll ausgeschöpft und überschritten werden dürfen, so lange die Summe des Gesamtbudgets nicht überschritten wird.

Folgendes Beispiel hierzu aus dem Bereich Straßenbeleuchtung im Haushaltsplan der Gemeinde Münsterdorf:

Insgesamt stehen in dem Budget für Unterhaltung und Stromkosten 9.000 € zur Verfügung.

Für die Stromkostenabrechnungen wurden 7.000 € eingeplant, abgerechnet werden jedoch 7.500 €. Es würde somit eigentlich eine überplanmäßige Ausgabe von 500 € entstehen.

Bei der Budgetierung werden diese Mehrausgaben jetzt durch Minderausgaben bei den Unterhaltungskosten gedeckt. Erst wenn der Gesamtbetrag in Höhe von 9.000 € überschritten wird, entsteht eine überplanmäßige Ausgabe.

 

Die Einführung der Budgetierung würde den Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit den über- bzw. außerplanmäßigen Ausgaben verringern, da sich die Anzahl der Fälle verringern wird.

Damit die Gemeinde einen Überblick über die Entwicklung der Haushaltszahlen im Laufe des Jahres bekommt, wird die Verwaltung zu jeder Finanzausschusssitzung hierüber einen entsprechenden Bericht vorlegen, der mit dem neuen Buchungsprogramm erstellt werden kann.

 

Die Amtsverwaltung schlägt vor, in die 1. Nachtragshaushaltssatzung folgende Budgetregeln aufzunehmen:

 

1. Personalbudget

Die Personalaufwendungen bilden das Personalbudget.

 

2.Bilanzielle Abschreibungen / Erträge aus der Auflösung von Sonderposten

Die bilanziellen Abschreibungen und die Erträge aus der Auflösung von Sonderposten werden zu einem Budget zusammengefasst.

 

3.Budget je Kostenstelle

Die übrigen Erträge und Aufwendungen sowie Einzahlungen und Auszahlungen unter einer Kostenstelle bilden ein Budget. 

 

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Finanzielle Auswirkungen:

keine

 

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Anlage/n:

keine