Geschichte des Amtes

Als Preußen 1864 die Herzogtümer übernahm, traten neue Verhältnisse auf der kommunalen Ebene ein. Das adlige Gut Breitenburg hatte über die preußische Verwaltungsreform von 1867 hinaus als Verwaltungseinheit Bestand.

Ab 1890 bildete der Gutsbezirk einen Teil des nach einer Kreisverordnung von 1889 neu geschaffenen Amtsbezirkes Breitenburg. Zu diesem gehörten die Gemeinden Münsterdorf, Kremperheide und der Gutsbezirk Breitenburg. Die Gemeinden Oelixdorf, Kollmoor und Schlotfeld waren zum Amt Oelixdorf zusammengefasst. Außerdem bestand das Amt Westermoor, zu dem die Gemeinden Auufer, Breitenberg, Kronsmoor, Moordiek, Moordorf, Westermoor und Wittenbergen gehörten.

Die Amtsordnung vom August 1947 löste die preußischen Amtsbezirke auf. Das Amt Breitenburg wurde durch Beschluss des Kreistages des Kreises Steinburg zum 1. April 1948 gebildet und bestand seitdem aus den Gemeinden Breitenberg, Breitenburg, Kollmoor, Kronsmoor, Moordiek, Moordorf, Münsterdorf, Oelixdorf und Westermoor.

Die ehemals selbstständige, hauptamtlich verwaltete Gemeinde Lägerdorf mit ihren rd. 2.700 Einwohnern wurde erst zum 1. April 2003 auf freiwilliger Basis in das Amt Breitenburg eingegliedert. Hierdurch konnte die in 2006 gesetzlich festgelegte Mindestgröße der Ämter von 8.000 Einwohnern bereits vorzeitig erreicht werden.

Die bis dahin mit nur etwa 20 Einwohnern kleinste Gemeinde Moordorf entschloss sich 2007 ihre Eigenständigkeit aufzugeben und wurde zum 1. März 2008 in die Gemeinde Westermoor eingemeindet.

Im Zuge der Verwaltungsstrukturreform sind die Gemeinden Auufer und Wittenbergen, die vorher dem bisherigen Amt Kellinghusen-Land angehörten, zum 1. Januar 2008 auf eigenen Wunsch in das Amt Breitenburg eingegliedert worden.